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Römergarten Residenzen GmbH
Haus Elisabeth
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„Wie aus Wolken Spiegeleier werden“...

Die Römergarten Residenz Haus Elisabeth zeigt in einer Ausstellung Bilder des an Demenz erkrankten Werbegraphikers Carolus Horn (1921-1992). Vom 17.10. bis 30.10.2016 sind seine Bilder täglich von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Foyer des Hauses zu besichtigen. 

Hierzu referieren Frau Barbara Jost - Leitende Oberärztin - und Frau Dr. Katrin Hoberg, beide im Zentrum für seelische Gesundheit in Groß-Umstadt, am 20.10.2016 um 18.30 Uhr, über die Werke des Künstlers und der Alzheimer Demenz im Haus Elisabeth. Dazu sind Angehörige, Bewohner und die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Der Vortrag befasst sich mit der Entwicklung des Künstlers Carolus Horn, von einem Graphiker des Wirtschaftswunders bis hin zu seinen letzten Zeichnungen als Schwerkranken.

Carolus Horn war nicht nur als Werbegraphiker bekannt, er hat auch viele bekannte Werbeslogans kreiert. „Nur Fliegen ist schöner.“, „Alle reden vom Wetter, wir nicht.“, „Es gibt viel zu tun, packen wir´s an.“, um nur einige zu nennen.

Carolus Horn erkrankte mit 60 Jahren an Alzheimer Demenz und starb 1992 im Alter von 71 Jahren.

Acht Jahre zuvor hatten sich die ersten Symptome des fortschreitenden Hirnleidens - auch in seinem künstlerischen Schaffen - bemerkbar gemacht. Die Veränderungen, die Carolus Horn erfuhr, zeigen sich besonders deutlich in seinen „Rialto-Bildern“ von Venedig.

Das erste Bild der Rialto-Brücke noch dreidimensional und Detail getreu, zeigten sich schon nach vier Jahre nach Ausbruch der Erkrankung die ersten Veränderungen seiner Werke. Räumliche Bezüge gehen langsam verloren, die Dreidimensionalität verschwindet auf seinen Bildern. Einige Jahre später konnte Horn Personen nicht mehr eindeutig erkennen, sein Stil wird „naiv“ ornamental und farbenfroh. Wolken, zuvor detailliert und realistisch wiedergegeben, erscheinen nur noch als ovales Gebilde (wie aus Wolken Spiegeleier werden), die Malerei wird kindlich.



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